Wenn Straßen und Innenstädte in einem warmen, goldweißen Licht erstrahlen, dann ist die Quelle
dieses Lichts in der Regel eine Natriumdampf-Hochdrucklampe. In mindestens zwei von drei Leuchten stecken Niob-Präzisionsbauteile von Heraeus. Damit die Hochdrucklampen Licht erzeugen, bedarf es einer Gasentladung. Diese findet in einem dünnen Keramik-Entladungsrohr im Inneren des Lampenkörpers zwischen zwei Elektroden statt. Die Elektrodenanschlüsse bestehen aus Niob-
1%-Zirkonium-Legierungen. Die Vorteile der Niob- Legierung liegen in der hohen Temperaturbeständigkeit – in der Lampe treten Temperaturen bis 1000 °C auf –, in der Beständigkeit gegen Natrium, das sich im Innenraum des Entladungsrohres befindet, sowie in der geringen Ausdehnung zum Keramik-Brennerrohr der Lampen. Die Herstellung der Millimeter kleinen Niob-Bauteilchen ist Präzisionsarbeit. Heraeus fertigt diese Bauteile vom Schmelzen der Legierung im Elektronenstrahlofen bis hin zum Geradeausziehen, Fließpressen, Prägen und Stauchen.